Jahreszeit
Schädlingskalender Schweiz, Monat für Monat
Veröffentlicht am 2026-07-22
Schädlinge treten nicht zufällig auf: Jeder hat seine Jahreszeiten. Diesen Rhythmus zu kennen erlaubt vorauszudenken, die ersten Zeichen zum richtigen Zeitpunkt zu bemerken und früh zu handeln — dann, wenn es am einfachsten ist. Hier ein Kalender für die Schweiz, Jahreszeit für Jahreszeit, mit den passenden Handgriffen zur Vorbeugung.

Das Prinzip der Jahreszeiten
Temperatur und Nahrung geben den Takt vor. Fliegende Insekten nehmen mit der Wärme stark zu; Nagetiere rücken näher an die Gebäude, wenn es kälter wird; andere — die Bettwanzen — übergehen die Jahreszeiten, weil sie das ganze Jahr im Warmen bei uns leben. Dieser Kalender bleibt ein Anhaltspunkt: Örtliches Klima, Höhenlage und der Jahrgang verschieben die Daten.
Frühling (März bis Mai)
Mit der Natur erwachen auch die Völker:
- Wespen und Hornissen: Die Königinnen verlassen die Überwinterung und bauen die ersten, noch kleinen Nester — etwa golfballgross. Das ist der beste Zeitpunkt, ein entstehendes Nest zu entdecken; es lässt sich weit einfacher behandeln.
- Ameisen: Die Strassen in Richtung Küche laufen wieder an, erste Schwarmflüge mit geflügelten Tieren.
- Stechmücken: Beginn der Aktivität, Eiablage in den ersten stehenden Gewässern; jetzt gilt es, Brutstätten zu beseitigen — Untersetzer, Dachrinnen, Regenfässer.
Handgriff: Dachvorsprünge, Dachräume und den Aussenraum durchsehen; stehendes Wasser ausleeren.
Sommer (Juni bis August)
Die Hochsaison der fliegenden Arten:
- Wespen und Hornissen: Die Völker wachsen stark; Belästigung und Risiko nehmen zu, vor allem im Spätsommer auf Terrassen. Erhöhte Aufmerksamkeit, wenn eine Person allergisch ist.
- Stechmücken, auch die Tigermücke: Höhepunkt der Aktivität; die tagaktive Tigermücke gehört der kantonalen Meldestelle gemeldet, wenn Sie sie zu erkennen glauben.
- Ameisen: anhaltende Strassen zum Süssen; die Völker draussen sind sehr aktiv.
- Kakerlaken: Die Wärme beschleunigt ihren Zyklus in den Küchen.
Handgriff: Terrassen schützen, Futterquellen wegnehmen, bei einem Nest nahe an Menschen rasch handeln.
Herbst (September bis November)
Die Verlagerung nach drinnen:
- Nagetiere: Ratten und Mäuse suchen Wärme und Futter; das ist die Zeit, in der sie in Dachräume, Keller und Küchen gelangen. Der Moment, um Zugänge zu prüfen und zu verschliessen.
- Hornissen: Ende der Saison, Völker am Höhepunkt und wehrhafter; die Nester sind gross.
- Spinnen: drinnen sichtbarer, weil sie ihrer Beute folgen; mehr Netze.
- Steinmarder: Suche nach warmen Unterschlüpfen für den Winter.
Handgriff: Zugänge schliessen (Türunterseiten, Steigzonen), Lebensmittel wegräumen, auf nächtliche Geräusche achten.
Winter (Dezember bis Februar)
Draussen wird es ruhiger, drinnen übernimmt:
- Nagetiere: im Warmen eingerichtet; die Schäden an Kabeln und Dämmung gehen weiter.
- Steinmarder: in Dachräumen anwesend; eine heikle Zeit, weil die Fortpflanzung näher rückt.
- Kleidermotten: Selten getragene, verstaute Kleider aus Wolle oder Kaschmir sind im Schrank gefährdet.
- Vorratsschädlinge: Die Vorräte in der Speisekammer bleiben zu beobachten.
Handgriff: Dachräume und Estriche kontrollieren, Textilien und Vorräte schützen, auf Geräusche achten.
Die Ganzjährigen
Einige übergehen den Kalender:
- Bettwanzen: das ganze Jahr aktiv, weil sie warm im Bett leben; die Spitzen folgen vor allem den Reisezeiten — passiver Transport —, also auch dem Sommer und den Festtagen.
- Kakerlaken: ganzjährig in beheizten Räumen, mit einer Beschleunigung im Sommer.
- Silberfischchen: an Feuchtigkeit gebunden, unabhängig von der Jahreszeit.
Vorausdenken statt erdulden
Die Lehre des Kalenders: Jede Jahreszeit öffnet ein Fenster, um vorzubeugen, bevor sich das Problem einrichtet. Ein im Frühling entdecktes Wespennest, vor dem Herbst verschlossene Zugänge, zur rechten Zeit beseitigte Mückenbrutstätten — lauter einfache Handgriffe, die einen schwereren Einsatz ersparen. Sind Sie unsicher, was Sie beobachten, schildern Sie die Lage: Wir weisen Ihnen den richtigen Handgriff zum richtigen Zeitpunkt, in der ganzen Schweiz, an sieben Tagen.
Häufige Fragen
Wann sind Wespen am schlimmsten?
Im Spätsommer: Die Völker sind am grössten und wehrhafter. Am einfachsten behandelt man ein entstehendes Nest jedoch im Frühling.
Haben Bettwanzen eine Saison?
Nein, sie sind ganzjährig aktiv; die Spitzen folgen vor allem den Reisezeiten.
Wann kommen Nagetiere ins Haus?
Vor allem im Herbst, wenn sie Wärme und Futter suchen; dann gilt es, die Zugänge zu sichern.
Wann gegen Stechmücken handeln?
Ab dem Frühling, indem Sie die Brutstätten beseitigen — stehendes Wasser —, vor der Spitze im Sommer.
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