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Hausana

Jahreszeit

Schädlingskalender Schweiz, Monat für Monat

Schädlinge treten nicht zufällig auf: Jeder hat seine Jahreszeiten. Diesen Rhythmus zu kennen erlaubt vorauszudenken, die ersten Zeichen zum richtigen Zeitpunkt zu bemerken und früh zu handeln — dann, wenn es am einfachsten ist. Hier ein Kalender für die Schweiz, Jahreszeit für Jahreszeit, mit den passenden Handgriffen zur Vorbeugung.

Bild zum Umfeld — gepflegter Innenraum, ruhige Arbeit (kein Insektenfoto)

Das Prinzip der Jahreszeiten

Temperatur und Nahrung geben den Takt vor. Fliegende Insekten nehmen mit der Wärme stark zu; Nagetiere rücken näher an die Gebäude, wenn es kälter wird; andere — die Bettwanzen — übergehen die Jahreszeiten, weil sie das ganze Jahr im Warmen bei uns leben. Dieser Kalender bleibt ein Anhaltspunkt: Örtliches Klima, Höhenlage und der Jahrgang verschieben die Daten.

Frühling (März bis Mai)

Mit der Natur erwachen auch die Völker:

  • Wespen und Hornissen: Die Königinnen verlassen die Überwinterung und bauen die ersten, noch kleinen Nester — etwa golfballgross. Das ist der beste Zeitpunkt, ein entstehendes Nest zu entdecken; es lässt sich weit einfacher behandeln.
  • Ameisen: Die Strassen in Richtung Küche laufen wieder an, erste Schwarmflüge mit geflügelten Tieren.
  • Stechmücken: Beginn der Aktivität, Eiablage in den ersten stehenden Gewässern; jetzt gilt es, Brutstätten zu beseitigen — Untersetzer, Dachrinnen, Regenfässer.

Handgriff: Dachvorsprünge, Dachräume und den Aussenraum durchsehen; stehendes Wasser ausleeren.

Sommer (Juni bis August)

Die Hochsaison der fliegenden Arten:

  • Wespen und Hornissen: Die Völker wachsen stark; Belästigung und Risiko nehmen zu, vor allem im Spätsommer auf Terrassen. Erhöhte Aufmerksamkeit, wenn eine Person allergisch ist.
  • Stechmücken, auch die Tigermücke: Höhepunkt der Aktivität; die tagaktive Tigermücke gehört der kantonalen Meldestelle gemeldet, wenn Sie sie zu erkennen glauben.
  • Ameisen: anhaltende Strassen zum Süssen; die Völker draussen sind sehr aktiv.
  • Kakerlaken: Die Wärme beschleunigt ihren Zyklus in den Küchen.

Handgriff: Terrassen schützen, Futterquellen wegnehmen, bei einem Nest nahe an Menschen rasch handeln.

Herbst (September bis November)

Die Verlagerung nach drinnen:

  • Nagetiere: Ratten und Mäuse suchen Wärme und Futter; das ist die Zeit, in der sie in Dachräume, Keller und Küchen gelangen. Der Moment, um Zugänge zu prüfen und zu verschliessen.
  • Hornissen: Ende der Saison, Völker am Höhepunkt und wehrhafter; die Nester sind gross.
  • Spinnen: drinnen sichtbarer, weil sie ihrer Beute folgen; mehr Netze.
  • Steinmarder: Suche nach warmen Unterschlüpfen für den Winter.

Handgriff: Zugänge schliessen (Türunterseiten, Steigzonen), Lebensmittel wegräumen, auf nächtliche Geräusche achten.

Winter (Dezember bis Februar)

Draussen wird es ruhiger, drinnen übernimmt:

  • Nagetiere: im Warmen eingerichtet; die Schäden an Kabeln und Dämmung gehen weiter.
  • Steinmarder: in Dachräumen anwesend; eine heikle Zeit, weil die Fortpflanzung näher rückt.
  • Kleidermotten: Selten getragene, verstaute Kleider aus Wolle oder Kaschmir sind im Schrank gefährdet.
  • Vorratsschädlinge: Die Vorräte in der Speisekammer bleiben zu beobachten.

Handgriff: Dachräume und Estriche kontrollieren, Textilien und Vorräte schützen, auf Geräusche achten.

Die Ganzjährigen

Einige übergehen den Kalender:

  • Bettwanzen: das ganze Jahr aktiv, weil sie warm im Bett leben; die Spitzen folgen vor allem den Reisezeiten — passiver Transport —, also auch dem Sommer und den Festtagen.
  • Kakerlaken: ganzjährig in beheizten Räumen, mit einer Beschleunigung im Sommer.
  • Silberfischchen: an Feuchtigkeit gebunden, unabhängig von der Jahreszeit.

Vorausdenken statt erdulden

Die Lehre des Kalenders: Jede Jahreszeit öffnet ein Fenster, um vorzubeugen, bevor sich das Problem einrichtet. Ein im Frühling entdecktes Wespennest, vor dem Herbst verschlossene Zugänge, zur rechten Zeit beseitigte Mückenbrutstätten — lauter einfache Handgriffe, die einen schwereren Einsatz ersparen. Sind Sie unsicher, was Sie beobachten, schildern Sie die Lage: Wir weisen Ihnen den richtigen Handgriff zum richtigen Zeitpunkt, in der ganzen Schweiz, an sieben Tagen.

Häufige Fragen

Wann sind Wespen am schlimmsten?

Im Spätsommer: Die Völker sind am grössten und wehrhafter. Am einfachsten behandelt man ein entstehendes Nest jedoch im Frühling.

Haben Bettwanzen eine Saison?

Nein, sie sind ganzjährig aktiv; die Spitzen folgen vor allem den Reisezeiten.

Wann kommen Nagetiere ins Haus?

Vor allem im Herbst, wenn sie Wärme und Futter suchen; dann gilt es, die Zugänge zu sichern.

Wann gegen Stechmücken handeln?

Ab dem Frühling, indem Sie die Brutstätten beseitigen — stehendes Wasser —, vor der Spitze im Sommer.

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